Alternanthera reineckii
Scarlet Temple

Wissenschaftliche Klassifizierung
Schnellstatistiken
Aquarienbau-Informationen
Über diese Art
Grundbeschreibung
Diese lebhafte und beliebte aquatische Stängelpflanze stammt aus Südamerika und ist bekannt für ihr auffälliges Blattwerk, das jedem Aquarium einen Farbtupfer verleiht. Sie ist eine ausgezeichnete Wahl, um dem Mittelgrund eines Beckens visuelles Interesse zu verleihen, wo ihr aufrechter Wuchs eine wunderschöne Kulisse bildet. Obwohl sie nicht die einfachste Pflanze für absolute Anfänger ist, sind ihre Pflegeanforderungen für diejenigen machbar, die bereit sind, ihr etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Um wirklich zu gedeihen, benötigt sie eine gute Beleuchtung und eine nährstoffreiche Umgebung. Dies kann durch die Verwendung eines hochwertigen, für Pflanzen konzipierten Substrats oder durch die Zugabe von Düngemitteln zum Wasser und Bodengrund erreicht werden.
Zusätzlich zu ihrer Schönheit erfüllt diese Pflanze einen praktischen Zweck im Aquarium. Sie bietet kleinen Fischen und Garnelen Schutz und Versteckmöglichkeiten, was ihnen hilft, sich sicherer zu fühlen. Sie ist auch sehr effektiv bei der Verbesserung der Wasserqualität, indem sie überschüssige Nährstoffe wie Nitrate aufnimmt, was hilft, das Algenwachstum zu kontrollieren. Als schnellwachsende Stängelpflanze benötigt sie gelegentliches Beschneiden, um ihr bestes Aussehen zu bewahren und zu verhindern, dass sie darunterliegende Pflanzen beschattet. Diese Stecklinge können dann wieder eingepflanzt werden, um leicht neue Stängel zu vermehren.
Detaillierte Beschreibung
Ursprünglich aus den langsam fließenden Flusssystemen Südamerikas stammend, ist diese amphibische Art aufgrund ihres unverwechselbaren Aussehens und ihres aktiven Wachstums zu einem festen Bestandteil im Aquascaping-Hobby geworden. Sie wird hauptsächlich als Mittelgrundpflanze verwendet, wo ihre vertikalen Stängel eine dichte, farbenfrohe Hecke bilden, die gut mit grünen Blättern kontrastiert. Ihr Schwierigkeitsgrad wird als mittel eingestuft, da ihr Erfolg eng an spezifische Umgebungsbedingungen geknüpft ist. Obwohl sie in verschiedenen Setups überleben kann, wird ihr Erscheinungsbild ohne die richtige Pflege leiden.
Der entscheidendste Faktor für ihre Gesundheit ist die Beleuchtung. Sie benötigt eine mittlere bis hohe Lichtintensität, um einen kompakten Wuchs beizubehalten und zu verhindern, dass die unteren Blätter welken und abfallen – ein häufiges Problem, das als „Vergeilung“ bekannt ist. Ungenügendes Licht führt dazu, dass sich die Pflanze zur Lichtquelle streckt, was zu spärlicher Belaubung und einem weniger ansprechenden Aussehen führt. Ebenso wichtig ist eine Kohlendioxid-Düngung. Obwohl sie auch ohne wachsen kann, steigert die Zufuhr von CO₂ ihre Wachstumsrate und Vitalität erheblich und ist somit eine Schlüsselkomponente für die Erzielung eines dichten, blühenden Bestandes.
Als starker Wurzel- und Wassersäulen-Zehrer hat diese Pflanze einen hohen Nährstoffbedarf. Sie gedeiht in einem nährstoffreichen Substrat wie Soil, kommt aber auch gut in Sand oder feinem Kies zurecht, der mit Wurzeltabletten (Root Tabs) ergänzt wird. Ein konsequenter Plan zur Flüssigdüngung, der sowohl Makro- als auch Mikronährstoffe, insbesondere Eisen, umfasst, ist für ihre Entwicklung unerlässlich. Die hohe Nährstoffaufnahmerate der Pflanze macht sie zu einem hervorragenden Werkzeug zur Bewältigung der organischen Belastung (Bioload) des Aquariums, da sie effizient Abfallprodukte aus der Wassersäule entfernt, so die allgemeine Wasserqualität verbessert und eine erhebliche Menge an Sauerstoff produziert. Sie bevorzugt warmes, weiches und leicht saures Wasser mit geringer Strömung, was den Bedingungen ihres natürlichen Lebensraums nachempfunden ist.
Wissenschaftliche Beschreibung
Alternanthera reineckii ist eine anerkannte, mehrjährige Art aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), einer Entwicklungslinie, die hauptsächlich Landpflanzen umfasst, aber auch mehrere bemerkenswerte aquatische Gattungen einschließt. Die in Südamerika beheimatete Art zeigt amphibische Eigenschaften und gedeiht sowohl vollständig submers als auch emers an Flussufern und in Überschwemmungsgebieten. Ihr Status „Nicht gefährdet“ (Least Concern) auf der Roten Liste der IUCN spiegelt ihre weite Verbreitung und stabilen Wildpopulationen wider.
Morphologisch zeigt die Pflanze eine erhebliche Plastizität zwischen ihrer submersen und emersen Form. Unter submersen Bedingungen wächst sie als aufrechte Stängelpflanze mit Blättern, die an jedem Knoten kreuzgegenständig (dekussiert) angeordnet sind. Die Blätter sind typischerweise lanzettlich bis eiförmig mit einem glatten Rand. Der Stängel ist relativ flexibel und wächst senkrecht zur Lichtquelle. Die emerse Form ist robuster, mit einem dickeren Stiel, einer holzigeren Textur und oft runderen, wachsartigen Blättern, um Austrocknung zu verhindern. In dieser Form kann sie kleine, weiße und unscheinbare Blüten in den Blattachseln hervorbringen, was für die Gattung charakteristisch ist.
Physiologisch zeichnet sich A. reineckii durch ihre hohe Stoffwechselrate aus. Sie betreibt unter optimaler Beleuchtung eine schnelle Photosynthese, was zu einer hohen Sauerstoffproduktion führt. Dies ist mit einer hohen Kapazität zur Nährstoffaufnahme gekoppelt, wodurch sie erhebliche Mengen an Stickstoff und Phosphor aus der Umgebung bindet. Dies macht sie zu einem wirksamen Mittel zur Bioremediation in einem geschlossenen aquatischen Ökosystem, was zu einer messbaren Reduzierung der Gesamtbiolast beiträgt. Ihre Anpassungsfähigkeit an ein breites Spektrum der Wasserhärte und einen pH-Bereich von sauer bis leicht alkalisch hat ihre erfolgreiche Kultivierung und weltweite Beliebtheit im Aquarienhandel gefördert.
Fortpflanzungsbeschreibung
Die Vermehrung dieser Art ist ein relativ unkomplizierter Prozess, der sie für die meisten Hobbyisten zugänglich macht, die eine stabile Umgebung bieten können. In einem Aquarium erfolgt die Vermehrung fast ausschließlich asexuell durch vegetative Mittel, da die Bedingungen für Blüte und Samenproduktion unter Wasser selten erfüllt werden. Die primäre und effektivste Methode der Vermehrung sind Kopfstecklinge.
Um die Pflanze zu vermehren, lässt man einen gesunden Stängel mehrere Zentimeter hoch wachsen. Mit einer scharfen Aquascaping-Schere wird der obere Teil des Stängels abgeschnitten, wobei der Steckling mindestens einige Zentimeter lang sein und mehrere Knoten (die Stellen, an denen Blätter austreten) haben sollte. Die unteren Blätter des Stecklings sollten von den letzten ein oder zwei Knoten vorsichtig entfernt werden, um zu verhindern, dass sie unter dem Bodengrund verrotten. Der neu vorbereitete Steckling kann dann direkt in das Substrat gepflanzt werden, wo er sein eigenes Wurzelsystem entwickelt und zu einer neuen, unabhängigen Pflanze heranwächst. Der ursprüngliche, bewurzelte Basisteil der beschnittenen Pflanze wird typischerweise neue Seitentriebe aus den oberen Knoten bilden, was zu einem buschigeren, kompakteren Wuchs führt.
Eine erfolgreiche Vermehrung wird stark von Umweltfaktoren beeinflusst. Eine hochintensive Beleuchtung und die Zufuhr von Kohlendioxid sind entscheidend, um eine schnelle Wurzelentwicklung und ein kräftiges neues Wachstum sowohl beim Steckling als auch bei der Mutterpflanze zu stimulieren. Ein nährstoffreicher Bodengrund oder die Zugabe von Wurzeltabletten (Root Tabs) versorgt die neuen Wurzeln mit der notwendigen Nahrung, um sich schnell zu etablieren. Um eine gesunde Entwicklung zu gewährleisten, sollte man es vermeiden, neue Stecklinge in stark beschattete Bereiche zu setzen. Durch regelmäßiges Beschneiden und Wiedereinpflanzen kann ein Aquarianer aus nur wenigen Anfangsstängeln schnell eine dichte und üppige Gruppe kultivieren.
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