Alternanthera cardinalis
Cardinal Plant

Wissenschaftliche Klassifizierung
Schnellstatistiken
Aquarienbau-Informationen
Über diese Art
Grundbeschreibung
Detaillierte Beschreibung
Die Kardinalpflanze ist eine lohnende Art für den fortgeschrittenen Aquascaper, geschätzt für ihr vertikales Wachstum, das Süßwasseraquarien Tiefe und Struktur verleiht. Mit einem mittleren Schwierigkeitsgrad eingestuft, erfordern ihre Pflegeanforderungen einen ausgewogenen Ansatz bei Beleuchtung, Kohlendioxid und Düngung. Obwohl sie in Low-Tech-Setups überleben kann, wird ihr volles Potenzial in einer Umgebung mit mittlerer bis hoher Beleuchtungsstärke und konstanter CO₂-Zufuhr freigesetzt. Diese Elemente sind entscheidend, um dichten, gesunden Wuchs zu fördern und Probleme wie vergeilte Stängel oder den Verlust unterer Blätter zu verhindern. Ihre Platzierung erfolgt fast ausschließlich im Hintergrund eines Beckens, wo ihre hohen Stängel effektiv Geräte wie Heizer und Filteransaugungen verbergen und so eine natürlichere Ansicht schaffen können.
Diese Pflanze ist ein gieriger Nährstoffzehrer und zeigt eine hohe Aufnahmerate von Nitraten und Phosphaten. Diese Eigenschaft macht sie zu einem ausgezeichneten biologischen Filter, der maßgeblich zur Reduzierung der biologischen Last beiträgt und hilft, Algen im Wettbewerb um verfügbare Ressourcen zu übertreffen. Um diese schnelle Nährstoffaufnahme und ihre moderate Wachstumsgeschwindigkeit zu unterstützen, wird eine umfassende Düngeroutine empfohlen, die sowohl Flüssigdünger für die Wassersäule als auch nährstoffreiche Substrate oder Wurzeltabletten für ihr Wurzelsystem umfasst. Sie ist anpassungsfähig an verschiedene Substrate, einschließlich Sand, Kies oder Aquariensoil. Stabile tropische Temperaturen und eine moderate Wasserströmung sind unerlässlich, da die Strömung dabei hilft, CO₂ und gelöste Nährstoffe direkt zu den Blättern zu transportieren. Regelmäßiges Beschneiden ist nicht nur notwendig, um ihre gewünschte Höhe zu erhalten, sondern auch, um die Entwicklung von Seitentrieben anzuregen, was zu einem volleren, buschigeren Aussehen führt.
Wissenschaftliche Beschreibung
Alternanthera cardinalis ist eine anerkannte Art innerhalb der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), einer Familie, die bekannt dafür ist, eine breite Palette von terrestrischen und aquatischen Pflanzen zu umfassen. Diese aus Südamerika stammende Süßwasserart zeichnet sich durch ihre klassische Morphologie einer Stängelpflanze aus, die einen aufrechten Wuchs mit gegenständig an jedem Knoten entlang des Stängels angeordneten Blättern aufweist. Im Aquarium fungiert sie als effizienter photosynthetischer Organismus, was sich in ihrer hohen Sauerstoffproduktion und ihrem Bedarf an mittlerer bis hoher Bestrahlungsstärke zeigt. Ihre Stoffwechselaktivität wird weiterhin durch einen moderaten Bedarf an gelöstem Kohlendioxid unterstützt, welcher ihr Wachstum und ihre physiologischen Prozesse antreibt.
Ökologisch spielt A. cardinalis eine wichtige Rolle im Nährstoffkreislauf eines geschlossenen aquatischen Systems. Ihre hohe Nährstoffaufnahmekapazität ermöglicht es ihr, große Mengen stickstoff- und phosphathaltiger Verbindungen aus der Wassersäule und dem Substrat zu binden. Diese biologische Funktion ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Wasserqualität und die Kontrolle von Algenblüten, indem sie diese im Wettbewerb um essenzielle Nährstoffe übertrifft. Die Fähigkeit der Pflanze, in verschiedenen gängigen Aquariensubstraten verwurzelt zu gedeihen, unterstreicht ihre Anpassungsfähigkeit. Sie bevorzugt warmes, fließendes Wasser, das die lotischen oder semi-aquatischen Umgebungen ihres natürlichen Lebensraums nachahmt. Taxonomisch wird sie im Handel manchmal unter dem Synonym Telanthera Cardinalis geführt. Gemäß der Roten Liste der IUCN wurde Alternanthera cardinalis noch nicht bewertet (NE), was bedeutet, dass ihr Aussterberisiko in der freien Wildbahn noch nicht beurteilt wurde.
Fortpflanzungsbeschreibung
Die Vermehrung der Kardinalpflanze ist ein relativ unkomplizierter Prozess, der für die meisten Hobbyisten geeignet ist. Diese Art vermehrt sich im Aquarium asexuell, wobei die gebräuchlichste und effektivste Methode die Vermehrung durch Kopfstecklinge ist. Die geschlechtliche Fortpflanzung über Blüten und Samen ist unter submersen aquatischen Bedingungen selten und keine praktikable Methode für Aquarianer.
Zur Vermehrung wählt man einen gesunden, kräftigen Stängel der Mutterpflanze aus und schneidet mit einer scharfen Aquascaping-Schere den oberen Teil ab. Dabei sollte sichergestellt werden, dass der Steckling mehrere Zentimeter lang ist und über mehrere Blattknoten verfügt. Nach dem Abschneiden entfernt man vorsichtig die Blätter von den unteren ein oder zwei Knoten, um den kahlen Stängel freizulegen. Dieser Teil wird dann direkt in den Bodengrund gepflanzt, sei es Sand, Kies oder ein spezieller Aquariensoil. Aus den eingegrabenen Knoten bilden sich typischerweise Wurzeln, die die neue Pflanze verankern.
Eine erfolgreiche Vermehrung wird stark von denselben Umweltfaktoren beeinflusst, die für das Wachstum der Mutterpflanze erforderlich sind. Stecklinge wurzeln und wachsen viel schneller in einer Umgebung mit mittlerer bis hoher Beleuchtung, stabilen warmen Temperaturen und nährstoffreichem Wasser. Die Verfügbarkeit von zusätzlichem Kohlendioxid ist besonders vorteilhaft, da es die Wurzelentwicklung und das Wachstum neuer Blätter beschleunigt. Ein nährstoffreiches Substrat oder die Zugabe von Wurzeltabletten in der Nähe der neuen Stecklinge können die für das Anwachsen wesentliche Nährstoffversorgung sicherstellen. Neue Stecklinge können anfangs Anzeichen von Stress oder „Einschmelzen“ zeigen, aber bei stabilen Bedingungen werden sie sich akklimatisieren und mit dem aktiven Wachstum beginnen. Regelmäßiges Beschneiden der Hauptpflanze liefert nicht nur Stecklinge für die Vermehrung, sondern regt die Mutterpflanze auch dazu an, durch die Bildung von Seitentrieben an den unteren Knoten buschiger zu wachsen.
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