Moenkhausia sanctaefilomenae
Red-eye Tetra

Wissenschaftliche Klassifizierung
Schnellstatistiken
Aquarienbau-Informationen
Über diese Art
Grundbeschreibung
Der Rotaugen-Moenkhausia ist ein robuster und aktiver Schwarmfisch aus Südamerika, was ihn zu einer ausgezeichneten und beliebten Wahl für Gesellschaftsaquarien und Anfänger macht. Sie sind bekannt für ihr friedliches Temperament und ihre ständige Aktivität, wobei sie hauptsächlich die oberen und mittleren Bereiche der Wassersäule bewohnen. Als Schwarmfische gedeihen sie in Gruppen und sollten mit mehreren Artgenossen gehalten werden, um sich sicher zu fühlen und ihr natürlichstes Verhalten zu zeigen. Eine größere Gruppe hilft ihnen, Selbstvertrauen aufzubauen und erzeugt ein schillerndes Schauspiel, wenn sie zusammen schwimmen.
Diese Art ist kein wählerischer Fresser und hat eine allesfressende Ernährungsweise. Sie nehmen bereitwillig eine Vielzahl von handelsüblichen Futtersorten an, einschließlich Flocken und Pellets, und schätzen auch gelegentliche Leckerbissen wie Frost- oder Lebendfutter. Ihre Anpassungsfähigkeit an eine breite Palette von Wasserparametern macht ihre Pflege relativ einfach, vorausgesetzt, die Aquarienumgebung wird stabil und sauber gehalten. Mit ihrer energiegeladenen Natur und friedlichen Veranlagung sind sie eine fantastische Ergänzung für ein passend dimensioniertes Gesellschaftsbecken, das mit anderen Fischen ähnlicher Größe und ähnlichen Temperaments besetzt ist.
Detaillierte Beschreibung
Der Rotaugen-Moenkhausia, heimisch in den Flussbecken Südamerikas, ist eine anpassungsfähige und widerstandsfähige Art, die sich gut für das heimische Aquarium eignet. In seinem natürlichen Lebensraum bewohnt er langsam fließende Bäche und Nebenflüsse, oft mit dichter Unterwasservegetation, die Schutz vor Fressfeinden bietet. Um dies nachzubilden, sollte eine ideale Aquarieneinrichtung sowohl offene Schwimmbereiche als auch dicht bepflanzte Abschnitte mit Treibholz oder anderer Dekoration umfassen. Dies ahmt ihre Umgebung nach, vermittelt ein Gefühl der Sicherheit und ermutigt sie, aktiver zu sein. Eine sanfte Wasserströmung wird bevorzugt, da sie nicht an starke Strömungen angepasst sind. Als sehr aktive und schnelle Schwimmer ist ausreichend horizontaler Schwimmraum entscheidend, um ihrer energiegeladenen Natur gerecht zu werden.
Diese Art ist ein typischer Schwarmfisch, dessen soziale Struktur durch Gruppendynamik definiert wird. Die Haltung in einem stattlichen Schwarm ist nicht nur eine Empfehlung, sondern eine Notwendigkeit für ihr Wohlbefinden. Eine größere Gruppe schwächt Aggressionen innerhalb des Schwarms ab, reduziert Stress und fördert beeindruckendes, synchronisiertes Schwimmverhalten. Obwohl sie im Allgemeinen friedlich sind, kann ihre lebhafte Aktivität manchmal sehr schüchterne oder langsam schwimmende Mitbewohner einschüchtern. Sie werden am besten mit anderen aktiven, robusten Fischen ähnlicher Größe vergesellschaftet.
Als Allesfresser sind ihre Ernährungsbedürfnisse unkompliziert, profitieren aber immens von Abwechslung. Ein hochwertiges Flocken- oder Pelletfutter sollte die Grundlage ihrer Ernährung bilden, regelmäßig ergänzt durch Frost- oder Lebendfutter wie Daphnien, Artemia und Mückenlarven. Diese abwechslungsreiche Ernährung stellt sicher, dass sie alle notwendigen Nährstoffe für eine robuste Gesundheit, ein starkes Immunsystem und eine lange Lebensdauer erhalten. Die Aufrechterhaltung einer stabilen Wasserqualität ist entscheidend. Aufgrund ihrer mittleren Biolast und ihres Stoffwechsels ist ein regelmäßiger Plan von Wasserwechseln und eine effektive Filterung unerlässlich, um Abfallprodukte zu bewältigen und die Umgebung gesund zu halten. Bei richtiger Pflege in einer geeigneten Umgebung können diese Fische ein langlebiger und dynamischer Mittelpunkt in einem Gesellschaftsaquarium sein.
Wissenschaftliche Beschreibung
Moenkhausia sanctaefilomenae ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Salmler (Characidae), einer großen und sehr vielfältigen Gruppe innerhalb der Ordnung der Salmlerartigen (Characiformes). Seine spindelförmige Körperform ist eine klassische morphologische Anpassung an ausdauerndes, aktives Schwimmen in der Wassersäule, ein charakteristisches Merkmal vieler Arten seiner Gattung. Diese stromlinienförmige Gestalt minimiert den Wasserwiderstand und ermöglicht die effiziente, schnelle Bewegung, die in Aquarien beobachtet wird. Eines seiner bemerkenswertesten Merkmale sind seine großen Augen, die eine Anpassung an die Nahrungssuche in den oft schwach beleuchteten, vegetationsreichen Gewässern seiner heimischen südamerikanischen Habitate sowie an die innerartliche Kommunikation und die Erkennung von Fressfeinden sein könnten.
Ökologisch besetzt M. sanctaefilomenae die Nische eines allesfressenden Bewohners der mittleren bis oberen Wasserschichten. In der Wildnis ist seine Ernährung wahrscheinlich vielfältig und besteht aus kleinen Insekten, Krebstieren, Algen und Detritus, die in seiner Umgebung vorkommen. Diese Nahrungsflexibilität trägt zu seiner Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit bei. Die Art zeigt eine Vorliebe für aquatische Umgebungen mit geringer Strömung, wie sie für Überschwemmungsseen und langsam fließende Nebenflüsse typisch sind. Ihre physiologische Toleranz gegenüber einem breiten Spektrum von pH-Werten und Wasserhärte deutet auf eine evolutionäre Geschichte in Lebensräumen mit schwankenden saisonalen Bedingungen hin. Diese Anpassungsfähigkeit ist ein Schlüsselfaktor für ihren Erfolg und ihre Beliebtheit im Aquarienhandel.
Aus Sicht des Naturschutzes wird die Art derzeit von der IUCN als 'Nicht bewertet' (NE - Not Evaluated) eingestuft, was darauf hindeutet, dass ihr Populationsstatus in freier Wildbahn nicht formal bewertet wurde. Obwohl sie weit verbreitet ist und häufig in Gefangenschaft gezüchtet wird, unterstreicht der Mangel an Daten eine Lücke im wissenschaftlichen Verständnis ihrer Wildpopulationen und potenzieller Bedrohungen, denen sie durch Lebensraumzerstörung oder andere Umweltbelastungen ausgesetzt sein könnten. Ihr moderater Stoffwechsel, Sauerstoffverbrauch und ihre Abfallproduktion stimmen mit einem Fisch ihrer Größe und Aktivitätsstufe überein.
Zuchtbeschreibung
Die Zucht des Rotaugen-Moenkhausia gilt als mäßig schwierig, ist aber ein erreichbares Projekt für engagierte Aquarianer. Diese Fische sind Freilaicher und zeigen keine Brutpflege; sie fressen oft ihre eigenen Eier, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen. Für den Erfolg ist ein separates, spezielles Zuchtbecken erforderlich.
Zunächst wird eine Gruppe gut konditionierter erwachsener Fische benötigt. Die Konditionierung beinhaltet die Fütterung der potenziellen Elterntiere mit einer an Lebend- und Frostfutter reichen Diät über mehrere Wochen, um die Eier- und Milchproduktion anzuregen. Am besten verwendet man ein Verhältnis von zwei oder mehr Weibchen pro Männchen, um zu verhindern, dass ein einzelnes Weibchen die volle Intensität des Laichverhaltens des Männchens ertragen muss. Die Unterscheidung der Geschlechter kann subtil sein; Weibchen sind typischerweise größer und haben eine rundere, kräftigere Körperform, besonders wenn sie laichbereit sind (voller Eier), während Männchen im Allgemeinen schlanker und stromlinienförmiger sind.
Das Zuchtbecken sollte mit weichem, leicht saurem Wasser ausgestattet sein. Eine gedämpfte Beleuchtung ist entscheidend, da sowohl die Eier als auch die Jungfische lichtempfindlich sind. Der Boden des Beckens sollte mit einem Laichrost oder einer Schicht Murmeln bedeckt sein, damit die Eier hindurchfallen und vor den Eltern geschützt sind. Alternativ können dichte Büschel von feinfiedrigen Pflanzen wie Javamoos oder synthetische Laichmopps verwendet werden, um die anhaftenden Eier aufzufangen. Ein sanfter, luftbetriebener Schwammfilter ist ideal, um die Wasserqualität aufrechtzuerhalten, ohne eine Strömung zu erzeugen, die den Eiern oder Jungfischen schaden könnte.
Das Ablaichen wird oft durch eine kleine, allmähliche Erhöhung der Wassertemperatur ausgelöst, gefolgt von einem größeren Wasserwechsel mit kühlerem, weichem Wasser, um natürlichen Regenfall zu simulieren. Das Laichgeschäft findet typischerweise am frühen Morgen statt. Sobald das Ablaichen abgeschlossen ist und Eier sichtbar sind, müssen die erwachsenen Fische umgehend entfernt werden. Die Eier schlüpfen nach etwa 24-36 Stunden. In den ersten Tagen ernähren sich die frisch geschlüpften Larven von ihrem Dottersack. Sobald sie freischwimmend sind, müssen sie mit mikroskopisch kleinem Futter wie Infusorien oder einem kommerziellen flüssigen Aufzuchtfutter versorgt werden, bevor sie mit zunehmendem Wachstum auf Artemia-Nauplien und zerriebene Flocken umgestellt werden.
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