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Apistogramma borellii

Umbrella Cichlid

Image of Apistogramma borellii

Wissenschaftliche Klassifizierung

Reich:Animalia
Stamm:Chordata
Klasse:Actinopterygii
Ordnung:Cichliformes
Familie:Cichlidae
Gattung:Apistogramma
Art:borellii
IUCN-Status:Nicht gefährdet

Schnellstatistiken

SchwierigkeitMittel
Umgebung
Süßwasser
Temperatur20-26°C
pH-Wert6 - 8
Wasserhärte18 - 179 ppm
Lebensdauer4 Jahre
HerkunftSouth America
Erwachsenengröße4-6.5cm
ErnährungAllesfresser
TiertypFisch
TDS250 ppm
WasserströmungGeringe Strömung

Aquarienbau-Informationen

Mindestaquariengröße80L
SchwimmzoneMitte, Unten
SauerstoffverbrauchNiedrig
AbfallproduktionNiedrig
StoffwechselrateNiedrig
AktivitätsniveauMäßig
FütterungshäufigkeitTäglich
FutterartenFlocken, Pellets, Frostfutter, Lebendfutter, Gefriergetrocknet

Über diese Art

Grundbeschreibung
Der Schirm-Apistogramma, auch bekannt als Borellis Zwergbuntbarsch, ist ein kleiner, revierbildender Süßwasserfisch aus Südamerika, der für sein ansprechendes Verhalten bekannt ist. Dieser Zwergbuntbarsch ist eine ausgezeichnete Wahl für Aquarianer mit etwas Erfahrung, die einen Fisch mit einer ausgeprägten Persönlichkeit suchen. Sie bewohnen hauptsächlich die unteren und mittleren Bereiche des Aquariums und sind oft dabei zu beobachten, wie sie Pflanzen und Dekoration erkunden. Obwohl sie revierbildend sein können, besonders während der Brutzeit, können sie friedlich in einem gut strukturierten Gesellschaftsaquarium mit passenden Beifischen gehalten werden. Am besten hält man sie als ein Männchen-Weibchen-Paar. Als Allesfresser ist seine Ernährung unkompliziert; er nimmt bereitwillig eine Vielzahl von handelsüblichen Futtersorten an, einschließlich Flocken, Pellets sowie täglich gegebenem Frost- oder Lebendfutter. Bei richtiger Pflege und in einer geeigneten Umgebung, die ihrem natürlichen Lebensraum nachempfunden ist, können diese faszinierenden kleinen Fische mehrere Jahre leben und zu einem geschätzten Mittelpunkt im Heimaquarium werden.
Detaillierte Beschreibung

Borellis Zwergbuntbarsch ist eine faszinierende Art, die in langsam fließenden Süßwasserbächen und Nebenflüssen in Südamerika beheimatet ist. Sein natürlicher Lebensraum, oft durch weiches, saures Wasser und eine Fülle von Laub und untergetauchten Ästen gekennzeichnet, sollte eine wesentliche Inspiration für die Einrichtung des Aquariums sein. Um wirklich zu gedeihen, benötigen diese Fische ein Aquarium, das ihre Mindestgrößenanforderung erfüllt und ein System mit geringer Wasserströmung aufweist, was durch den Einsatz eines Schwammfilters oder durch die Drosselung des Auslasses eines Motorfilters erreicht werden kann. Der Bodengrund sollte aus weichem Sand oder feinem Kies bestehen, da sie dafür bekannt sind, den Bodengrund zu durchwühlen und mit Pflanzenwurzeln zu interagieren. Ein gut bepflanztes Becken mit vielen Versteckmöglichkeiten – wie Moorkienholz, Höhlen und dichter Vegetation – ist entscheidend für ihr Wohlbefinden, da es ihnen ermöglicht, Reviere zu bilden und sich sicher zu fühlen.

Diese Art wird als mittelschwer in der Haltung eingestuft, was hauptsächlich auf ihre Empfindlichkeit gegenüber der Wasserqualität und ihre spezifischen sozialen Bedürfnisse zurückzuführen ist. Sie bevorzugen eine stabile Umgebung innerhalb ihres akzeptablen Temperatur-, pH- und Härtebereichs. Regelmäßige Wasserwechsel sind unerlässlich, um die Schadstoffkonzentration niedrig zu halten, obwohl ihr niedriger Stoffwechsel und ihre geringe Abfallproduktion nur einen relativ kleinen Teil zur Gesamtbiolast des Beckens beitragen. Vom Verhalten her sind sie mäßig aktiv und für ihre komplexen sozialen Interaktionen bekannt. Obwohl sie revierbildend sind, ist ihre Aggression aufgrund ihrer geringen Endgröße normalerweise beherrschbar. Am besten werden sie als festes Paar gehalten, was die innerartliche Aggression reduziert. Die Beobachtung ihrer 'kompressiformen' oder seitlich abgeflachten Körper, wie sie durch die Aquarienlandschaft navigieren, ist eine lohnende Erfahrung. Zur Fütterung sollte eine abwechslungsreiche omnivore Ernährung angeboten werden, um eine vollständige Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Ein hochwertiges Pellet- oder Flockenfutter kann als Grundlage dienen, regelmäßig ergänzt durch Frost- oder Lebendfutter, was auch das natürliche Fressverhalten fördert und ihre Vitalität steigert.

Wissenschaftliche Beschreibung

Apistogramma borellii ist eine validierte Art innerhalb der Familie der Cichlidae (Buntbarsche), einer vielfältigen und weithin untersuchten Fischgruppe. Ihre taxonomische Klassifizierung ordnet sie der Ordnung Cichliformes und der artenreichen Gattung Apistogramma zu, die zahlreiche Zwergbuntbarscharten aus Südamerika umfasst. Morphologisch weist A. borellii einen kompressiformen Körperbau auf, der typisch für Buntbarsche ist, die sich in komplexen Umgebungen wie dichter Vegetation oder holzigem Totholz bewegen. Seine Endgröße bleibt klein, ein Merkmal der 'Zwergbuntbarsch'-Gruppe.

Ökologisch kommt diese Art in Süßwassersystemen mit geringer Wasserströmung vor. Ihre Vorliebe für einen breiten, aber spezifischen pH- und Wasserhärtebereich deutet auf eine Anpassung an verschiedene Schwarzwasser- und Klarwasserhabitate hin, die in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet vorkommen. Die Art hat eine niedrige Stoffwechselrate und einen geringen Sauerstoffverbrauch, was in ihren natürlichen, langsam fließenden und manchmal sauerstoffarmen Umgebungen von Vorteil ist. In einem geschlossenen Aquariumsystem führen diese physiologischen Merkmale zu einem niedrigen Bioload-Faktor und einer minimalen Abfallproduktion im Verhältnis zu ihrer Größe. Ihr Status auf der Roten Liste der IUCN ist 'Nicht gefährdet' (Least Concern, LC), was darauf hindeutet, dass die Art derzeit keinen größeren Bedrohungen für ihre Populationen in freier Wildbahn ausgesetzt ist. Als Allesfresser besteht ihre ökologische Rolle in der Nahrungssuche im Benthos. Ihr Verhalten, in der Nähe von Pflanzen zu wühlen, deutet darauf hin, dass sie sich von kleinen Wirbellosen, organischem Detritus und Aufwuchs ernährt, die auf und im Substrat zu finden sind, und so zum lokalen Nährstoffkreislauf beiträgt. Ihre Sozialstruktur ist hauptsächlich auf die Paarbindung ausgerichtet, eine gängige Fortpflanzungsstrategie innerhalb der Gattung.

Zuchtbeschreibung

Die Zucht von Apistogramma borellii gilt als ein mäßig schwieriges, aber sehr lohnendes Unterfangen. Der Erfolg hängt oft davon ab, ob in einem speziellen Zuchtbecken die richtigen Umweltreize gesetzt werden. Ein Männchen-Weibchen-Paar ist das ideale Sozialgefüge für die Zucht, obwohl ein einzelnes Männchen auch mit einer kleinen Gruppe von Weibchen in einem größeren Becken gehalten werden kann. Der Geschlechtsdimorphismus ist ausgeprägt; Männchen sind typischerweise größer und haben prächtiger ausgebildete und spitzer zulaufende Rücken- und Afterflossen. Weibchen sind kleiner, kompakter und entwickeln eine auffällige, leuchtend gelbe Färbung, wenn sie laichbereit sind oder ihre Jungen bewachen.

Um das Ablaichen auszulösen, sollte das Wasser weich und im sauren Bereich ihres bevorzugten pH-Wertes liegen, bei einer stabilen Temperatur. Die Bereitstellung zahlreicher Laichplätze ist entscheidend. Es handelt sich um Höhlenbrüter, daher eignen sich kleine Tontöpfe, Kokosnussschalen, dichte Pflanzenbestände oder Felshöhlen. Das Weibchen wählt einen abgeschiedenen, verteidigungsfähigen Ort, um ihre anhaftenden Eier abzulegen, woraufhin das Männchen sie befruchtet. Nach der Befruchtung werden die Elternrollen deutlich. Das Weibchen übernimmt die primäre Pflege der Eier, indem es sie mit seinen Brustflossen befächelt, um sicherzustellen, dass sie sauber und mit Sauerstoff versorgt bleiben, während es die unmittelbare Umgebung der Höhle vehement bewacht. Die Rolle des Männchens besteht darin, das größere Revier um den Laichplatz vor Eindringlingen zu verteidigen. In einigen Fällen muss ein übermäßig aggressives Männchen entfernt werden, um Stress für das Weibchen zu vermeiden. Nach dem Schlüpfen der Eier bleiben die Jungfische für mehrere Tage in der Höhle und zehren von ihrem Dottersack. Sobald sie freischwimmend sind, sollte ihnen mikroskopisch kleines Futter wie Infusorien, Essigälchen oder flüssiges Aufzuchtfutter angeboten werden. Wenn sie wachsen, kann ihre Ernährung auf frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und zerriebenes Flockenfutter umgestellt werden. Das Weibchen wird die Jungfischwolke noch mehrere Wochen lang führen und beschützen.


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Verwandte Arten

  • Apistogramma allpahu

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  • Apistogramma agassizii

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  • Apistogramma hongsloi

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