Rotala rotundifolia
Dwarf Rotala

Wissenschaftliche Klassifizierung
Schnellstatistiken
Aquarienbau-Informationen
Über diese Art
Grundbeschreibung
Detaillierte Beschreibung
Die Zwerg-Rotala, ein Klassiker im Aquascaping, ist eine vielseitige Hintergrund-Stängelpflanze, die für ihr kräftiges Wachstum und ihre anspruchslose Natur bekannt ist. Ihre Anpassungsfähigkeit macht sie für ein breites Spektrum von Süßwassereinrichtungen geeignet, von Low-Tech-Becken bis hin zu High-Tech-Scapes. Obwohl sie bei mäßiger Beleuchtung ohne zusätzliche Kohlendioxidzufuhr überleben kann, werden ihr Wuchsbild und ihr Erscheinungsbild durch intensivere Bedingungen erheblich verbessert. Bei stärkerem Licht und mit CO₂-Düngung entwickelt sie ein kompakteres und dichteres Blattwerk. Ohne diese Bedingungen wächst sie möglicherweise höher und spärlicher, da sie sich zur Lichtquelle streckt.
Effektives Aquascaping mit dieser Art erfordert regelmäßige Pflege. Aufgrund ihrer schnellen Wachstumsrate ist ein häufiger Rückschnitt erforderlich, um die gewünschte Form zu erhalten und zu verhindern, dass die unteren Teile der Stängel abgeschattet werden, was zum Verlust ihrer Blätter führen kann. Die abgeschnittenen Spitzen können leicht wieder eingepflanzt werden, um die Pflanze zu vermehren und ein dichteres, 'waldartiges' Aussehen zu schaffen. Die hohe Nährstoffaufnahmerate dieser Pflanze macht sie zu einem leistungsstarken Werkzeug zur Aufrechterhaltung der Wasserstabilität. Sie verbraucht bereitwillig Nitrate und Phosphate und konkurriert mit Algen um diese Ressourcen. Um ihr schnelles Wachstum zu unterstützen und Mangelerscheinungen vorzubeugen, profitiert sie stark von einem nährstoffreichen Bodengrund oder einer konsequenten Anwendung von Flüssigdüngern. Eine moderate Wasserströmung stellt sicher, dass Nährstoffe gleichmäßig an alle Pflanzenteile verteilt werden, was eine einheitliche und gesunde Entwicklung fördert.
Wissenschaftliche Beschreibung
Rotala rotundifolia ist eine amphibische, krautige Pflanze aus der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae). Sie ist in verschiedenen Regionen Asiens beheimatet und besiedelt dort häufig Feuchtgebiete, Reisfelder und die Ufer langsam fließender Gewässer. Ihr Artname, rotundifolia, was 'rundblättrig' bedeutet, bezieht sich auf ihre emerse Form, die fleischige, kreisrunde Blätter aufweist. In ihrem submersen, aquatischen Zustand zeigt die Pflanze eine erhebliche phänotypische Plastizität und entwickelt längliche, lanzettliche Blätter, die besser für den Nährstoff- und Gasaustausch unter Wasser geeignet sind. Dieser Dimorphismus ist ein Schlüsselmerkmal der Art.
Ökologisch ist R. rotundifolia ein Primärproduzent, der in seinem Lebensraum eine bedeutende Rolle spielt. Ihr schnelles Wachstum ermöglicht es ihr, geeignete Umgebungen zügig zu besiedeln und so strukturelle Komplexität und Deckung für aquatische Wirbellose und kleine Fische zu schaffen. Physiologisch hat die Pflanze eine hohe Stoffwechselrate, was mit ihrer schnellen Nährstoffaufnahme und ihrer hohen Kapazität zur Sauerstoffproduktion durch Photosynthese korrespondiert. Dies macht sie äußerst effektiv für den Nährstoffkreislauf in geschlossenen aquatischen Systemen, wo sie aktiv stickstoffhaltige Abfallprodukte und Phosphate aus der Wassersäule bindet und so zu dem beiträgt, was Aquarianer als Reduzierung der Wasserbelastung bezeichnen. Ihre weite Verbreitung und Häufigkeit in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet haben zu ihrer Einstufung als 'nicht gefährdet' (Least Concern) auf der Roten Liste der bedrohten Arten der IUCN geführt, was auf eine stabile und gesicherte Wildpopulation hindeutet.
Fortpflanzungsbeschreibung
Die Vermehrung der Zwerg-Rotala ist außergewöhnlich einfach, was sie zu einer idealen Art für Aquarianer jeder Erfahrungsstufe macht. Im Aquarium vermehrt sich diese Pflanze asexuell durch vegetative Teilung. Obwohl sie bei emerser Kultur Blüten und Samen bilden kann, ist die Vermehrung durch Kopfstecklinge die gängigste und praktischste Methode für Hobby-Aquarianer.
Zur Vermehrung schneidet man einfach die oberen, gesunden Abschnitte eines ausgewachsenen Stängels ab. Diese Stecklinge sollten dann direkt in den Bodengrund gepflanzt werden, wo sie aus den unter der Oberfläche liegenden Stängelknoten schnell neue Wurzelsysteme entwickeln. Die unteren, blattlosen Teile der ursprünglichen Stängel können entsorgt werden, während der verbleibende, bewurzelte Basisteil oft neue Seitentriebe bildet, was mit der Zeit zu einem buschigeren Wachstum führt.
Eine erfolgreiche Vermehrung wird von stabilen Umweltfaktoren beeinflusst. Eine mäßige bis starke Beleuchtung ist entscheidend, da sie eine robuste Entwicklung fördert und verhindert, dass die neuen Stecklinge 'spargelig' oder schwach werden. Obwohl nicht zwingend erforderlich, beschleunigen eine zusätzliche CO₂-Zufuhr und ein nährstoffreicher Bodengrund oder regelmäßige Flüssigdüngung die Bewurzelung und das Gesamtwachstum erheblich. Stellen Sie sicher, dass die Stecklinge mit genügend Abstand gepflanzt werden, um ausreichend Licht und Wasserströmung zu erhalten. Bei richtiger Pflege etablieren sich diese Jungpflanzen innerhalb von ein bis zwei Wochen und wachsen schnell zu einem dichten und lebendigen Dickicht im Aquarium heran.
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