Xiphophorus hellerii
Swordtail

Wissenschaftliche Klassifizierung
Schnellstatistiken
Aquarienbau-Informationen
Über diese Art
Grundbeschreibung
Detaillierte Beschreibung
Xiphophorus hellerii, allgemein bekannt als Schwertträger, ist eine klassische und beständige Art in der Aquaristik, die aus den fließenden Gewässern von Flüssen und Bächen in Mittelamerika stammt. Dieser natürliche Lebensraum begründet ihre Vorliebe für ein Aquarium mit etwas Wasserbewegung und einer guten Sauerstoffversorgung. Ihre aktive und schnelle Schwimmweise bedeutet, dass sie in längeren Aquarien, die ausreichend horizontalen Schwimmraum bieten, am besten gedeihen. Da sie hauptsächlich die oberen und mittleren Wasserschichten bewohnen, werden sie am besten mit anderen friedlichen Arten vergesellschaftet, die sich in der Mitte und am Boden aufhalten.
Obwohl sie als friedliche Gesellschaftsfische gelten, ist ihre soziale Dynamik nuanciert und geschlechtsabhängig. Männchen sind bekanntermaßen territorial und zeigen oft Aggressionen gegenüber anderen Männchen. Um dies zu entschärfen, ist es entscheidend, ein angemessenes Geschlechterverhältnis von idealerweise einem Männchen zu drei bis vier Weibchen einzuhalten. Dies verteilt die ständige Aufmerksamkeit des Männchens und verhindert Stress oder Verletzungen bei einem einzelnen Weibchen. Die Haltung in einer Gruppe von mindestens vier Tieren ist für ihr Wohlbefinden unerlässlich, da es sich um einen Gruppenfisch handelt. Ihre stromlinienförmige Körperform ist eine Anpassung an Strömungen, und das charakteristische 'Schwert' des Männchens ist ein sexuell selektiertes Merkmal – eine verlängerte Ausformung der unteren Schwanzflossenstrahlen, die bei aufwändigen Balzritualen eingesetzt wird. Als Allesfresser mit gesundem Appetit benötigen sie eine abwechslungsreiche Ernährung. Ein hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter sollte die Grundlage bilden, muss aber sowohl mit proteinreichen Futtermitteln wie Artemia und Daphnien als auch mit pflanzlicher Kost wie Algenwaffeln oder blanchiertem Spinat ergänzt werden, um eine robuste Gesundheit und leuchtende Farben zu gewährleisten. Ihr moderater Stoffwechsel und ihre Ausscheidungen erzeugen eine durchschnittliche biologische Belastung für das Aquarium, was ein zuverlässiges Filtersystem und regelmäßige Wasserwechsel erforderlich macht.
Wissenschaftliche Beschreibung
Xiphophorus hellerii ist ein beliebter, in Mittelamerika beheimateter Lebendgebärender Zahnkarpfen (Poeciliidae), der zur Ordnung der Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes) gehört. Seine natürliche Verbreitung in Lebensräumen mit spürbarer Wasserströmung erklärt seine Vorliebe für mittlere Strömungsbedingungen und seine stromlinienförmige (fusiforme) Körpermorphologie, die für aktives Schwimmen hydrodynamisch effizient ist. Die Art weist eine moderate Stoffwechselrate, einen moderaten Sauerstoffverbrauch und eine moderate Abfallproduktion auf, was einem Biolast-Faktor von ungefähr 3,5 entspricht – eine nützliche Metrik zur Berechnung der Besatzdichte und der erforderlichen Filterkapazität in geschlossenen aquatischen Systemen. X. hellerii ist ein Allesfresser (Omnivore) und zeigt eine äußerst anpassungsfähige Ernährungsstrategie, indem er in seiner natürlichen Umgebung ein breites Spektrum an Nahrung von Pflanzenmaterial und Algen bis hin zu Insekten und Krebstieren zu sich nimmt.
Einer der am besten untersuchten Aspekte dieser Art ist ihr Geschlechtsdimorphismus und die sexuelle Selektion. Die verlängerte Schwanzflossenverlängerung des Männchens, das 'Schwert', ist ein klassisches Beispiel für ein sekundäres Geschlechtsmerkmal, das durch die Partnerwahl der Weibchen gesteuert wird, obwohl es das Risiko durch Fressfeinde potenziell erhöht. Die Art hat auf der Roten Liste der IUCN den Status 'Nicht gefährdet' (Least Concern, LC), was auf robuste und weit verbreitete Wildpopulationen hindeutet. Obwohl es sich primär um eine Süßwasserart handelt, zeigt sie eine bemerkenswerte Toleranz gegenüber geringer Salinität (bis zu ca. 1,0 ppt), was auf eine gewisse Euryhalinität hindeutet, die es ihr ermöglicht, verschiedene mündungsnahe Lebensräume zu besiedeln. Als Lebendgebärender (ovovivipar) erfolgt die Fortpflanzung durch innere Befruchtung mittels der umgewandelten Afterflosse des Männchens, dem Gonopodium. Diese Fortpflanzungsstrategie, kombiniert mit ihrer Robustheit, trägt zu ihrer Einstufung als in Gefangenschaft 'einfach' zu züchtende Art und zu ihrem Erfolg als Kolonisator in verschiedenen Teilen der Welt bei, in denen sie ausgesetzt wurde.
Zuchtbeschreibung
Die Zucht von Schwertträgern gilt allgemein als einfach, da sie zur Familie der Lebendgebärenden Zahnkarpfen (Poeciliidae) gehören und sehr vermehrungsfreudig sind. Eine erfolgreiche Fortpflanzung erfordert kaum mehr als die Bereitstellung einer gesunden Umgebung und die gemeinsame Haltung beider Geschlechter. Die größte Herausforderung für den Aquarianer besteht nicht darin, die Zucht anzustoßen, sondern das Überleben der Jungfische zu sichern.
Die Unterscheidung von Männchen und Weibchen ist einfach. Männchen sind typischerweise schlanker und zeichnen sich durch zwei Hauptmerkmale aus: die charakteristische schwertartige Verlängerung am unteren Teil ihrer Schwanzflosse (Caudalflosse) und eine umgewandelte, stäbchenförmige Afterflosse, das sogenannte Gonopodium, das zur inneren Befruchtung dient. Weibchen sind im Allgemeinen größer und im Bauchbereich runder, besonders wenn sie trächtig sind, und besitzen eine traditionelle, fächerförmige Afterflosse. Um Stress und Aggressionen zu vermeiden, sollte ein empfohlenes Verhältnis von einem Männchen zu mindestens drei oder vier Weibchen eingehalten werden. Dies verhindert, dass ein einzelnes Weibchen die volle Last der ständigen Paarungsversuche des Männchens tragen muss.
Nach der inneren Befruchtung kann das Weibchen Sperma für mehrere Monate speichern, was es ihr ermöglicht, aus einer einzigen Paarung mehrere Würfe von Jungfischen hervorzubringen. Die Tragezeit beträgt typischerweise etwa 28 Tage, danach gebiert sie zwischen 20 und über 100 lebende, freischwimmende Jungfische. Schwertträger betreiben keine Brutpflege und fressen ihren eigenen Nachwuchs. Um die Überlebensrate der Jungfische zu maximieren, sollte ein trächtiges Weibchen vor der Geburt in ein separates, dicht bepflanztes Zuchtbecken umgesetzt werden. Die Pflanzen, wie Javamoos oder Nixkraut, bieten den Neugeborenen lebenswichtige Deckung. Alternativ kann ein handelsüblicher Ablaichkasten verwendet werden. Sobald das Weibchen die Jungen zur Welt gebracht hat, sollte sie entfernt und in das Hauptaquarium zurückgesetzt werden. Die Jungfische sind bei der Geburt groß genug, um sofort Kleinstfutter wie Artemia-Nauplien, Mikrowürmer oder fein zerriebenes, proteinreiches Flockenfutter anzunehmen.
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