Melanotaenia boesemani
Boeseman's Rainbowfish

Wissenschaftliche Klassifizierung
Schnellstatistiken
Aquarienbau-Informationen
Über diese Art
Grundbeschreibung
Boesemans Regenbogenfisch ist ein farbenprächtiger, energiegeladener Schwarmfisch, der für seine aktive Natur bekannt ist und ihn zu einem atemberaubenden Mittelpunkt in einem gut gepflegten Aquarium macht. Als ständig schwimmende Art benötigen sie ein geräumiges Becken mit viel freiem Schwimmraum, um ihrem Lebensstil gerecht zu werden. Sie werden am besten in Gruppen gehalten, da diese soziale Struktur für ihr Wohlbefinden entscheidend ist und es ihnen ermöglicht, ihre natürlichsten und interessantesten Verhaltensweisen zu zeigen. Diese Fische halten sich typischerweise in den mittleren und oberen Bereichen des Aquariums auf und bringen ständige Bewegung und Leben in die Wassersäule.
Ihre Pflege stellt eine mittlere Herausforderung dar, weshalb sie eher für Aquarianer mit einiger Vorerfahrung geeignet sind. Sie sind Allesfresser und nicht besonders wählerisch, da sie eine abwechslungsreiche Ernährung aus hochwertigem Fertigfutter bereitwillig annehmen. Ihre aktive Natur bedeutet, dass sie einen gesunden Appetit haben und regelmäßig gefüttert werden sollten. Aufgrund ihres Bedarfs an spezifischen Wasserbedingungen und einer großen, stabilen Umgebung werden sie in der Regel nicht für Anfänger in der Aquaristik empfohlen. Ein gut gefiltertes Aquarium ist unerlässlich, um sie während ihrer gesamten Lebensdauer, die bei richtiger Pflege mehrere Jahre betragen kann, gesund und vital zu halten.
Detaillierte Beschreibung
Boesemans Regenbogenfisch ist eine dynamische und faszinierende Art, die erhebliche Aktivität in ein Süßwasseraquarium bringt. Ihr natürlicher Lebensraum, der aus bestimmten Seen in Asien stammt, besteht aus hartem, alkalischem Wasser mit dichter Vegetation und mäßiger Strömung. Die Nachbildung dieser Bedingungen ist der Schlüssel zu ihrer langfristigen Gesundheit. Ein leistungsstarkes Filtersystem ist nicht verhandelbar, da es nicht nur für die notwendige Wasserbewegung sorgt, sondern auch einen hohen Sauerstoffgehalt aufrechterhält. Diese Fische haben einen hohen Stoffwechsel und einen entsprechend hohen Sauerstoffbedarf, was eine gute Belüftung und Oberflächenbewegung entscheidend macht, besonders in einem gut besetzten Becken.
Als sehr aktive und schnelle Schwimmer müssen sie in einem langen Aquarium untergebracht werden, das viel horizontalen Schwimmraum bietet. Obwohl einige bepflanzte Bereiche als Versteck geschätzt werden, sollte die Aquariengestaltung von offenem Wasser dominiert werden. Diese Art ist ein typischer Schwarmfisch und muss in einer Gruppe gehalten werden. Ein größerer Schwarm gibt den Fischen nicht nur mehr Sicherheit, sondern fördert auch beeindruckende soziale Verhaltensweisen und reduziert stressbedingte Probleme. Einzeln oder in ungeeigneten Gruppen gehaltene Tiere können scheu oder unruhig werden.
Ihre omnivore Ernährung in der Wildnis besteht aus Insekten, kleinen Krebstieren und pflanzlichem Material. In Gefangenschaft gedeihen sie bei einer abwechslungsreichen Ernährung, die dies nachahmt. Ein hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter sollte die Grundlage bilden, regelmäßig ergänzt durch gefrorenes, lebendes oder gefriergetrocknetes Futter, um sicherzustellen, dass sie das gesamte Nährstoffspektrum erhalten. Dieses abwechslungsreiche Fütterungsschema ist auch für die Zuchtkonditionierung und die Erhaltung ihrer allgemeinen Vitalität von entscheidender Bedeutung. Aufgrund ihres Aktivitätsniveaus und ihrer Futteranforderungen produzieren sie eine moderate Menge an Abfall. Ein konstanter Rhythmus von Wasserwechseln ist notwendig, um Nitrate zu kontrollieren und die stabile, saubere Umgebung zu erhalten, die sie benötigen. Aufgrund ihrer Empfindlichkeit und spezifischen Bedürfnisse sollte ihre Pflege am besten von einem Hobbyisten übernommen werden, der bereit ist, ein großes, gut gefiltertes System zu betreiben. Ihre wilden Populationen sind bedroht, was die verantwortungsvolle Beschaffung von Nachzuchten zu einem wichtigen Aspekt des Artenschutzes macht.
Wissenschaftliche Beschreibung
Melanotaenia boesemani ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Regenbogenfische (Melanotaeniidae), innerhalb der Ordnung der Ährenfischartigen (Atheriniformes). Diese Art ist endemisch in einigen wenigen spezifischen Seen und deren Zuflüssen in Asien, ein sehr begrenztes natürliches Verbreitungsgebiet, das zu ihrem Status als 'stark gefährdet' (Endangered) auf der Roten Liste der IUCN beigetragen hat. Ihr typischer Lebensraum ist durch klares, warmes, alkalisches Süßwasser mit dichter Wasserpflanzenvegetation gekennzeichnet.
Die Morphologie von M. boesemani ist charakteristisch für seine Gattung und weist eine seitlich abgeflachte Körperform auf, die mit dem Alter, besonders bei Männchen, hochrückiger wird. Dieser Körperbau ist an die Manövrierfähigkeit in bewachsenen Bereichen und an ausdauerndes Schwimmen im Freiwasser angepasst. Physiologisch zeigt die Art eine hohe Stoffwechselrate, ein Merkmal, das bei aktiven, pelagischen Fischen verbreitet ist. Dies führt zu einem hohen Sauerstoffverbrauch und einem ständigen Bedarf an gut sauerstoffreichem Wasser, was in ihrer natürlichen Umgebung durch Wasserbewegung und die Photosynthese von Wasserpflanzen erleichtert wird.
Als Allesfresser (Omnivore) ist seine ökologische Rolle die eines vielseitigen Nahrungssuchers. Er ernährt sich von einer breiten Palette an Nahrungsquellen, einschließlich ins Wasser gefallener Landinsekten, kleiner aquatischer Krebstiere sowie Algen oder Pflanzenmaterial. Diese nahrungsbezogene Anpassungsfähigkeit ermöglicht es ihm, in seinem spezifischen See-Lebensraum zu gedeihen. Die erhebliche Bedrohung der wilden Populationen durch Lebensraumzerstörung und übermäßigen Fang für den Aquarienhandel hat Nachzuchtprogramme unerlässlich gemacht. Diese Programme versorgen nicht nur das Aquarienhobby, was den Druck auf die Wildbestände verringert, sondern dienen auch als genetisches Reservoir für potenzielle Wiederansiedlungsversuche und unterstreichen die Bedeutung der Art sowohl in der Aquakultur als auch in der Naturschutzbiologie.
Zuchtbeschreibung
Die Zucht von Boesemans Regenbogenfischen gilt als ein mäßig schwieriges, aber lohnendes Unterfangen, das für den engagierten Hobbyisten machbar ist. Der Erfolg beginnt mit einer gut konditionierten Zuchtgruppe. Ein empfohlenes Verhältnis ist zwei bis drei Weibchen pro Männchen, was hilft, die ständige Laichbereitschaft des Männchens zu verteilen und den Stress für die Weibchen zu reduzieren. Der Geschlechtsdimorphismus wird mit zunehmender Reife der Fische deutlicher; Männchen entwickeln typischerweise einen hochrückigeren Körper und eine intensivere Färbung, besonders während der Laichzeit, während Weibchen schlanker und weniger farbintensiv bleiben.
Diese Art ist ein Dauerlaicher und Freilaicher, was bedeutet, dass das Weibchen über mehrere Tage hinweg haftende Eier ablegt. Für eine höhere Ausbeute an Jungfischen wird ein separates Zuchtaquarium dringend empfohlen. Dieses Becken sollte mit einem Laichmedium ausgestattet sein, an dem die Eier haften können, wie zum Beispiel dichte Büschel von feinblättrigen Pflanzen wie Javamoos oder künstliche Laichmopps aus Wolle. Das Wasser sollte sauber, warm und leicht alkalisch sein und somit ihren idealen Bedingungen entsprechen.
Um die Laichbereitschaft zu fördern, sollten die erwachsenen Fische einige Wochen lang mit einer an Lebend- und Frostfutter reichen Ernährung konditioniert werden. Auch kleine, tägliche Wasserwechsel können helfen, das Laichverhalten auszulösen. Das Paar oder die Gruppe laicht typischerweise am frühen Morgen und legt jeden Tag eine kleine Anzahl von Eiern ab. Da die Elterntiere ihre eigenen Eier und Jungfische bereitwillig fressen, sollte das Laichmedium täglich kontrolliert und alle mit Eiern besetzten Teile in ein separates Aufzuchtbecken überführt werden. Alternativ können die erwachsenen Fische nach etwa einer Woche Laichzeit aus dem Zuchtbecken entfernt werden. Die Eier schlüpfen innerhalb von einer Woche bis zehn Tagen. Die frisch geschlüpften Larven sind extrem klein und benötigen in der ersten Woche mikroskopisch kleine Nahrung wie Infusorien oder flüssiges Aufzuchtfutter. Danach können sie schrittweise an frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und mit zunehmendem Wachstum an anderes größeres Futter gewöhnt werden.
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