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Boraras naevus

Strawberry Rasbora

Image of Boraras naevus

Wissenschaftliche Klassifizierung

Reich:Animalia
Stamm:Chordata
Klasse:Actinopterygii
Ordnung:Cypriniformes
Familie:Danionidae
Gattung:Boraras
Art:naevus
IUCN-Status:Gefährdet

Schnellstatistiken

SchwierigkeitMittel
Umgebung
Süßwasser
Temperatur20-28°C
pH-Wert6 - 7
Wasserhärte18 - 90 ppm
Lebensdauer4 Jahre
HerkunftAsia
Erwachsenengröße15-20cm
ErnährungAllesfresser
TiertypFisch
TDS150 ppm
WasserströmungGeringe Strömung

Aquarienbau-Informationen

Mindestaquariengröße20L
SchwimmzoneMitte, Oben
Mindestgruppengröße6+
SauerstoffverbrauchNiedrig
AbfallproduktionNiedrig
StoffwechselrateNiedrig
AktivitätsniveauAktiv
FütterungshäufigkeitTäglich
FutterartenFlocken, Pellets, Frostfutter, Lebendfutter, Gefriergetrocknet

Über diese Art

Grundbeschreibung
Der Erdbeer-Zwergbärbling ist ein winziger, aktiver Schwarmfisch, der eine lebhafte und fesselnde Bereicherung für Liebhaber kleinerer, friedlicher Süßwasseraquarien darstellt. Diese Art gedeiht am besten, wenn sie in Gruppen gehalten wird, da sie sich so sicher fühlt und ihr natürliches, lebhaftes Verhalten zeigen kann. Sie sind Allesfresser und benötigen eine Ernährung aus sehr kleinen Futtersorten, die in ihre winzigen Mäuler passen, wie zerkleinertes Flockenfutter, Mikro-Pellets und kleines Frost- oder Lebendfutter. Aufgrund ihrer geringen Größe und ihres friedlichen Wesens sollten sie nur mit anderen kleinen, ruhigen Aquarienbewohnern vergesellschaftet werden, um Stress zu vermeiden. Diese Fische halten sich hauptsächlich in der mittleren und oberen Wasserschicht des Aquariums auf und sorgen für ständige Bewegung und Interesse. Sie eignen sich am besten für ein gut eingefahrenes Aquarium mit sanfter Wasserbewegung. Die Haltung eines Schwarms dieser Fische ist für ihr Wohlbefinden unerlässlich, da ein einzelnes Tier scheu und zurückgezogen wird. Ihre Pflege kann mäßig anspruchsvoll sein, was sie zu einer lohnenden Wahl für Aquarianer mit einiger Erfahrung macht.
Detaillierte Beschreibung

Als Mikrofisch, der aus den langsam fließenden Schwarzwassersystemen Asiens stammt, ist der Erdbeer-Zwergbärbling an tanninreiche Umgebungen mit weichem, saurem Wasser und dichter Vegetation angepasst. Um diese Art erfolgreich zu halten, ist die Nachbildung dieses natürlichen Lebensraums entscheidend. Ein ideales Aquarium-Setup umfasst einen weichen Bodengrund, viele lebende Pflanzen und die Zugabe von Treibholz und getrocknetem Laub. Diese Elemente bieten nicht nur Sicherheit, sondern helfen auch, das Wasser auf den bevorzugten Säuregrad zu puffern und nützliche Stoffe freizusetzen. Eine sanfte Wasserströmung ist entscheidend, da diese Art nicht für starke Strömungen geeignet ist.

Als Schwarmfisch ist sein Sozialverhalten ein wesentlicher Aspekt seiner Pflege. Eine Gruppe ist für ihre Gesundheit zwingend erforderlich, da sie Stress reduziert und selbstbewusstere, natürliche Interaktionen fördert. In einer größeren, gut strukturierten Gruppe erkunden sie aktiv die mittleren und oberen Bereiche des Beckens. Ihre Ernährung ist omnivor mit einer Tendenz zur Mikroprädation. In ihrem natürlichen Lebensraum ernähren sie sich von kleinen Insekten, Krebstieren und Zooplankton. In Gefangenschaft ist eine abwechslungsreiche Ernährung unerlässlich und sollte hochwertiges, proteinreiches Futter wie fein zerriebenes Flockenfutter, Mikro-Pellets und eine regelmäßige Versorgung mit Lebend- oder Frostfutter umfassen. Sie sind auch dafür bekannt, den Biofilm abzuweiden, der sich auf den Oberflächen im Aquarium entwickelt. Aufgrund ihres friedlichen, aber scheuen Wesens werden sie beim Fressen leicht verdrängt und durch große, ungestüme oder übermäßig aktive Aquarienbewohner gestresst. Geeignete Begleiter sind andere Nano-Bärblinge, kleine Salmler, Zwergpanzerwelse und Wirbellose wie Garnelen und Schnecken. Angesichts ihrer Empfindlichkeit und ihres Bedarfs an stabilen Wasserbedingungen sollten sie am besten in ein ausgereiftes, vollständig eingefahrenes Aquarium eingesetzt werden.

Wissenschaftliche Beschreibung

Boraras naevus ist ein kleinwüchsiger Süßwasserfisch aus der Familie der Danionidae (Bärblinge). Gekennzeichnet durch einen spindelförmigen (fusiformen) Körper, ist diese Art morphologisch an die Manövrierfähigkeit in den komplexen, dicht bewachsenen aquatischen Umgebungen ihres Heimatgebiets in Asien angepasst. Diese Lebensräume sind typischerweise stehende Gewässer (lentisch) oder weisen lotische Bedingungen mit geringer Strömung auf, wie z. B. Torfsümpfe und Schwarzwasserbäche. Die Wasserchemie dieser Ökosysteme ist besonders und zeichnet sich durch einen niedrigen pH-Wert und einen minimalen Mineralgehalt aus, was auf die hohe Konzentration von Tanninen und Huminstoffen aus zersetzender organischer Materie zurückzuführen ist.

Ökologisch fungiert B. naevus als omnivorer Mikroprädator. Seine Nahrung besteht aus winzigen Wirbellosen, Zooplankton und Algen. Er betreibt auch Biofilm-Konsum, indem er mikrobielle Gemeinschaften abweidet, die untergetauchte Oberflächen besiedeln, und spielt so eine Rolle im Nährstoffkreislauf seines Mikrohabitats. Sein physiologisches Profil umfasst eine niedrige Stoffwechselrate, einen geringen Sauerstoffverbrauch und folglich eine geringe Abfallproduktion. Dies macht ihn zu einer Art mit geringer biologischer Last (Bioload) in einem Aquarium, deutet aber auch auf eine Anpassung an potenziell sauerstoffarme, nährstoffarme natürliche Umgebungen hin.

Sozial gesehen ist es eine obligatorisch schwarmbildende Art, die Gruppen als primäre Verteidigung gegen Fressfeinde und für den sozialen Zusammenhalt bildet. Dieses Verhalten ist entscheidend für ihr Wohlbefinden sowohl in freier Wildbahn als auch in Gefangenschaft. Es ist wichtig zu beachten, dass Boraras naevus auf der Roten Liste der IUCN als 'Vulnerable' (gefährdet) eingestuft ist. Dieser Schutzstatus wird hauptsächlich auf den Verlust und die Zerstörung von Lebensräumen durch landwirtschaftliche Expansion und andere menschliche Aktivitäten in seinen Heimatregionen zurückgeführt, was die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Beschaffung und von Maßnahmen zum Schutz der Lebensräume unterstreicht.

Zuchtbeschreibung

Die Zucht dieser Art gilt als mäßig schwierig und sollte am besten von Hobbyisten mit einiger Erfahrung versucht werden. Für den Erfolg ist ein separates, spezielles Zuchtbecken erforderlich, das vom Hauptaquarium getrennt ist. Dieses Becken sollte sehr weiches, saures Wasser enthalten und schwach beleuchtet sein. Statten Sie das Becken mit reichlich feinblättrigen Pflanzen, wie z. B. Moosen, oder künstlichen Laichmopps aus, um eine Oberfläche für die Eiablage zu bieten. Die Zugabe von getrocknetem Laub kann helfen, ideale Wasserbedingungen zu schaffen und die Bildung von Infusorien zu fördern, die als erste Nahrungsquelle für die Jungfische dienen.

Um das Ablaichen auszulösen, sollte eine Gruppe gut konditionierter erwachsener Fische ausgewählt werden. Die Konditionierung beinhaltet die Fütterung mit einer reichhaltigen Ernährung aus Lebend- und Frostfutter über mehrere Wochen vor dem Zuchtversuch. Obwohl die Geschlechtsunterscheidung subtil sein kann, sind Männchen typischerweise schlanker und zeigen eine intensivere Färbung, während Weibchen, wenn sie laichbereit (gravid) sind, merklich runder und fülliger erscheinen. Eine Gruppe mit einer gleichen oder etwas höheren Anzahl von Männchen als Weibchen kann die Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung erhöhen.

Diese Art ist ein Freilaicher, der keine Brutpflege betreibt. Die konditionierte Gruppe wird in das Zuchtbecken eingesetzt, wo die Laichaktivität normalerweise stattfindet. Sobald die Eier gelegt sind, müssen die erwachsenen Tiere umgehend entfernt werden, da sie sowohl die Eier als auch die daraus schlüpfenden Jungfische fressen würden. Die Eier schlüpfen in der Regel innerhalb weniger Tage. Die frisch geschlüpften Jungfische sind winzig und ernähren sich anfangs von den Infusorien im Becken. Wenn sie wachsen, kann ihre Ernährung schrittweise mit zunehmend größerem Futter wie Mikrowürmchen und frisch geschlüpften Artemia-Nauplien ergänzt werden, bis sie groß genug sind, um zerkleinertes Flockenfutter und Mikro-Pellets anzunehmen.


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Verwandte Arten

  • Boraras maculatus

    Boraras maculatus

  • Boraras urophthalmoides

    Boraras urophthalmoides

  • Boraras brigittae

    Boraras brigittae